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Weisheiten des Lebens

Episode 1
“Alles, was gut riecht, muss nicht unbedingt gut schmecken.”

Diese Erfahrung habe ich gestern beim Plätzchenbacken mit Julius gemacht.
Wir hatten uns vorgenommen, ganz in Ruhe gute deutsche Plätzchen zu backen.
Und was braucht man, um das zu tun?
Natürlich!
Erstmal muss man die Zutaten kaufen. Also, ab zu Wal-Mart!
Die Hälfte der benötigten Sachen haben wir nicht bekommen, aber das fanden wir nicht weiter schlimm.
Für den nächsten Tag verabredeten wir uns dann, um schon morgens mit dem Backen zu beginnen.

Ich musste sowieso schon um 7:30 Uhr aufstehen, da meine Gastgeschwister und ich um 9 Uhr beim Japanischunterricht sein sollten. Da wurden uns dann unsere Hefter zurück gegeben, und jeder hat seine Prüfung wieder bekommen! Gut, ich hab als einzige volle Punktzahl gehabt, hehe
Auf der letzten Seite des Hefters steht für jeden auch noch eine Nachricht, bei mir steht:
“Lisa, ich haben deinen Hefter kontrolliert, und er zeigt eindeutig deinen Willen, deine Ausdauer und dein Talent. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du weiterhin japanisch lernst, um später dieses wunderschöne Land Japan kennen zu lernen. Danke, dass ich dich kennen lernen durfte.”
Niedlich, ne?

Naja gut, danach bin ich dann ebe fix noch ein paar Gewürze einkaufen gegangen, und dann gings ab zu Julius. Da wurde ich dann auch bellend von den Hundsbestien empfangen, aber Julius’ Gastmama war so nett, und hat die in der Küche eingesperrt bevor ich das Grundstück betrete, damit die mich nicht beissen, wie sie es ja schon mal gemacht haben.
Nunja, als ich dann drin war, ist Julius’ Gastfamilie mit den Opis essen gefahren, und für uns haben sie 2 Schnitzel dagelassen. Bevor wir überhaupt Mittag essen konnten, mussten wir erstmal noch Musik hören, dann musste Julius noch dringend jemanden anrufen , ich danach auch.. und irgendwann waren wir fertig.

Also, ran ans Plätzchen backen.
Juli hat ja ein Buch bekommen, wo Rezepte drin stehen, kann dementsprechend kein Problem werden.
Rezept Nr. 1: Gewürzbällchen
Es lief alles ganz gut, bis wir zum ersten Problem kamen. Es gibt keinen Messbecher.
Nagut, dann muss also alles pi mal Daumen gemessen werden.
Bald kam auch Problem Nummer 2. Man braucht Lebkuchengewürz und reines Kakaopulver. Nunja, was machen wir? Ach, wird schon nicht so schlimm sein, wir benutzen einfach Nesquik als Kakaoersatz.
Und das Lebkuchengewürz haben wir einfach selbst gemischt. Und zwar so: Man nehme eine Handvoll Zimt, vermische sie mit Nelken, Kardamomm und Anis, und fertig ists. Naja, dachten wir.
Der Teig hatte keine wirkliche Ähnlichkeit mit der Abbildung im Buch, aber vielleicht ändert sich die Farbe während des Backens noch.
Der Teig musste dann erstmal 1 Stunde im Kühlschrank gelagert werden.

Auf zu Rezept 2 und 3:
Sterntaler und Wallnuss-Cappuchino-Plätzchen
Ein einfacher Mürbeteig.
Das kann ja nicht so schwer sein! Da wir aber immernoch keinen Messbecher hatten, musste wieder alles einfach so in den Topf geschmissen werden. Der Teig sah schon besser aus, und wir hatten wieder Hoffnung, dass es doch noch etwas werden könnte.
Auch die beiden Teige mussten gekühlt werden, bevor man mit ihnen arbeiten durfte.

Das 4. und letzte Rezept: Nusskuss
Der Teig war leicht zu machen..... WENN man alle Zutaten hat, die man braucht.
Gemahlene Haselnüsse gabs nicht, also mussten wir Ganze Haselnüsse mit Schale kaufen.
Also kamen wir zu Problem Nummer 5783 des Tages. Die Schale musste ab, und dann mussten wir die Haselnüsse raspeln. Das hab ich alles Julius überlassen.
Ach, ich hab ja ganz vergessen zu erzählen, dass sich Julius’ Gastbrüder zwischendurch bereit erklärt hatten, uns zu helfen. Der ältere der beiden heisst Matias, und der jüngere Hernán.
Matias durfte die Schokolade raspeln, und Hernán.. ich weiss gar nicht mehr, was er gemacht hat.
Nach Stunden war Julius dann mit den Haselnüssen fertig, und dann musste der Teig, den ich schon ganz professionell vorbereitet hatte, noch einmal mit alln Zutaten umgerührt werden, und fertig.
Die Schokoladen-Nuss-Masse wurde dann auch sofort aufs Blech transportiert, glatt gestrichen, und rein in Ofen damit.
So gabs erstmal eine kleine Ruhepause.

Nach ca. einer halben Stunde konnten wir Nummer 4 dann aus dem Backofen holen und zum Kühlen stellen.
Eine weitere halbe Stunde später konnten wir dann die Schokoglasur raufmachen, nachdem wir uns eine Weile gestritten hatten, welchen Topf man zum Schmelzen der Schokolade benutzen sollte.

Danach gings zurück zu Rezept 1, aus dem Teig mussten Kügelchen geformt werden.
Das war alles ganz in Ordnung, lief auch gut und wurde dann auch sofort in den Ofen geschoben.
Nach 10 Minuten fing es an, ganz lecker in der Küche zu riechen...
Und daher leitet sich auch die heutige Tagesweisheit ab: “Was gut riecht, muss nicht zwangsläufig gut schmecken!”
Die Plätzchen waren trocken, irgendwie mehlig und einfach nur nicht essbar.
Sie wurden dann den Hunden ganz feierlich zum Abendmahl gereicht, scheint ihnen geschmeckt zu haben. Immerhin hab ich es den beiden recht machen können.
Achja, bevor die Kekse zu Hundefutter wurden, haben wir versucht, ob man sie vielleicht mit Schokoladenglasur noch geniessbar machen kann, aber da war leider nichts mehr zu machen.

Da wir nun etwas niedergeschlagen und müde waren, wurde Rezept 3 schon nur noch halb aufmerksam hergestellt. Matias fing an mit dem Teig zu spielen, hat den mit Mehl versaut und naja, da wusst ich schon, dass die auch nichts werden, aber ich wollts nich sagen.
Auf die rohe Masse musste man vorher noch eine Cappucchino-Wallnussmasse machen, damit die Plätzchen schöner, kreativer, leckerer sind. Nunja, das ging irgendwie in die Hose, auch wenns ganz gut geschmeckt hat.

Wie gesagt, das war unser Plätzchenbackerlebnis bei 36° C Aussentemperatur.
Verpassen sie nicht Folge 2.
Nächste Woche, oder übernächste Woche.

PS: Ich war das einzige weibliche Wesen in der Küche, war also total unter der Dominanz männlichen Unwissens.
Und genau deswegen sind die Kekse auch nichts geworden, Julius’ Gastbrüder haben einfach keine Ahnung.
So, damit hätte ich die Schuld auch schon mal auf die beiden geschoben

Nächsten Samstag kann ich übrigens meine Schuluniform abholen.
Dann hab ich die wenigstens komplett.

Es fehlen nur noch 13 Tage bis zu meinem Geburtstag
25.2.07 23:37
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Blitzzchen (27.2.07 12:06)
löl,war uns ja klar..des das nur an den jungzZ lag ;P


Lisa (27.2.07 22:12)
Ja, sag ich doch^^


Dagge (10.3.07 12:14)
Immer diese männlichen Wesen, das nächste Mal verbannst du die aus der Küche^^

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