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Reisebericht einer deutschen Austauschschülerin in der gefährlichsten Stadt Argentiniens

28.01.07 21:25

Busbahnhof San Luis

Lisa steht mit gepackten Koffern, der Gastschwester und einer Hosentasche voll Erwartungen am Busbahnhof und wartet ungeduldig auf den Bus nach Buenos Aires, die Stadt von der sie schon viele tolle, aber auch abenteuerliche Geschichten gehört hat. Den Berichten zufolge verschwinden jährlich ca. 3000 Menschen in der Hauptstadt Argentiniens. Was das wohl bedeuten soll.... ?
Lisa wusste nicht was sie von all den gespenstischen Erzählungen halten soll, beschloss aber vorsichtig zu sein, und kein Risiko einzugehen.
Nach 12 Stunden in einem der unbequemsten Busse, den Lisa je in ihrem noch kurzem Leben benutzt hat, steigt sie aus, und wird sofort von der Tante ihrer Gastmutter empfangen und umarmt.
“Wie war die Fahrt?, Haben die euch gut zu essen gegeben? Habt ihr Durst, Hunger, Müsst ihr mal aufs Klo?”
Nein, Lisa will schlafen. Sie hat nämlich in der Nacht bevor kein Auge zu bekommen.
Aus verschiedenen Gründen...
1.  Was erwartet mich in Buenos Aires? Ist wirklich so wunderschön wie alle sagen, oder ist es einfach nur riesig, gefährlich und dreckig? Warum soll Buenos Aires so ganz unterschiedlich zu den anderen Städten sein?
2.  Was machst du überhaupt in Argentinien? Womit hast du diese Reise, diese Chance, dieses unglaubliche Erlebnis verdient?

Und ich bin mittlerweile ganz sicher, dass ich das alles zu einem grossen Teil meinen Eltern zu verdanken habe. Am Anfang war mir das noch gar nicht so klar, aber umso länger ich hier bin, umso heller wird das Licht der Dankbarkeit, und es blinzelt mir jeden Tag ins Auge.
Und ganz ehrlich, an dieser Stelle will ich mal ein paar Dankesworte aussprechen.
Zuallererst, wie schon gesagt, vielen Dank an meine Mama, an meinen Papi, und auch an meinen Bruder.
Ich danke meiner Mama, denn sie hat mich zur welt gebracht, sie hat mich voller Liebe erzogen, und mich dort unterstützt, wo sie nur konnte.
Ein grosses Danke an meinen Papa, denn er hat mir gezeigt, was es bedeutet, vorwärts zu gehen, und für meine Träume zu gehen. “Lisa, du darfst nicht stehen bleiben.” Das werde ich wohl nie vergessen.
Trotz schwieriger Zeiten, bin ich dankbar, euch meine Eltern zu nennen.
Meinem Bruder Sebastian möchte ich danken, weil er für mich immer eine Art Antrieb war. Er ist der ältere von uns beiden, und so hab ich ihn immer als Vorbild gesehen, oder eher als Massstab. Wenn er das kann, dann kann ich das auch, und so wollte ich besser sein, als er. Ob ich es jemals war, weiss ich nicht, glaub ich nicht. Jeder ist so, wie er ist und ich bin froh, dass ihr so seid, wie ihr seid.
Ich liebe euch
Aber auch an einige Freunde möchte ich ein Dankeschön aussprechen. Ich habe mir vor der Reise so viele Gedanken gemacht, ob es das richtige ist, dass ich für ein jahr ins Ausland gehe, ob ich die ganze Zeit überstehen kann. Sie, Anni - Romy – Anne – Dagmar – Suse – Steffi – Franzi – Janine – Axel – Vanessa – Marcus – Anika – Jan – Sandra – Franz – David – Lilli – Anje und viele andere, die ich jetzt vergesse, haben mir ganz klar gemacht, dass ich diese Chance nicht einfach so gehen lassen kann, und dass sie stolz auf mich sind. Ich bin froh, euch als Freunde und Unterstützung zu haben,
An alle vom Theater Stolperdraht sende ich ein riesiges Danke. Ich weiss gar nicht, wie ich euch jemals als das zurück geben kann, was für mich getan habt und was ihr mir beigebracht habt. Danke für die vielen Stunden, die ich mit euch verbringen durfte.
Danke auch an Julius, der mittlerweile ein sehr guter Freund und Leidensgenosse für mich geworden ist. Wenn keiner zum Reden da war, dann war er es, der sich meine Geschichten und Probleme angehört hat.
Manchmal fand ich es blöd, unnütz einen zweiten deutschen in der Nähe zu haben. Aber ich hätte wohl viele Dinge nicht allein geschafft. Danke dafür.

Aber zurück zum Bericht.
Um halb 10 kommt Lisa also halbfrisch in Buenos Aires an, wird herzlich aufgenommen und in eine Menschenmasse gezogen. Im Bus waren es nämlich ungefähr 40 Leute, im Busbahnhof ca. 40 000.
Aus Getümmel entflohen, setzen wir uns in ein Taxi. Meine “neue” Tante erklärt uns gleich, welche Taxis gut sind, und woran man sie erkennt. Es ist wichtig, das zu wissen. Schliesslich verschwinden extrem viele Menschen. Mir wird auch bald darauf klar warum. Buenos Aires und Uruguay trennt nur ein Fluss. Man schmeisst dich einfach in ein Boot, verschifft dich, und raus bist du aus dem Land. Wenn deine Familie anfängt dich zu suchen, dann bist du 90%ig schon nicht mehr am Leben, denn illegale, unfreiwillige Organspenden sind der Hauptgrund für die Entführungen.
Von lauter Schauergeschichten ganz unruhig, beschliesse ich, alles so zu befolgen, wie es mir gesagt wird.
Nach halbstündiger Autofahrt kommen wir also am Gebäude an, in dem Tante Chana und Onkel Rudolfo wohnen. Ein Haus mit 21 Stockwerken. Bevor man überhaupt das Gelände betreten kann, muss man erstmal an 5 bewaffneten Securities vorbei. Danach betritt man das luxoriöse Foyer, das absolut staubfrei ist. Und übrigens: Wir hatten eine Aussentemperatur von ca. 39° C, glücklicherweiser war das Gebäude vollklimatisiert
Nunja, die beiden wohnen in der 6. Etage. Das bedeutet Fahrstuhlfahren. Herrlich, es gibt keine Treppen. Aber alle, die mich kennen wissen, dass ich mich etwas unwohl in Aufzügen fühle, aber ich darf keine Angst zeigen, und muss da einfach durch. Zu meinem Erstaunen habe ich überhaupt nicht gemerkt, dass der Aufzug sich bewegt hat. Schwupps, waren wir oben.
Wir haben dann erstmal die Wohnung kennen gelernt, hat ein Wohnzimmer, 3 Bäder, eine Küche, 1 Gästezimmer, ein Schlafzimmer, ein Arbeitszimmer und einen Balkon. Insgesamt eine wunderschöne kleine Wohnung. Zum Gebäude gehört ein klimatisierter Swimmingpool, den alle bezahlenden Bewohner des Hauses benutzen dürfen, aber auch Gäste, so wie ich
Und im obersten Stockwerk gibt es noch einen Whirlpool, und ein Fitnessstudio.
Das ist schon nicht schlecht, da zu wohnen. Luxus pur.
Aber ich weiss nicht, ob ich das mein Leben lang brauche.
Nachmittags haben wir dann den historischen Stadtteil der Stadt kennen gelernt. Vom Obelisk, über das Regierungsgebäude bis hin zu irgendwelchen Statuen.
Das war schon ziemlich interessant.
Abends sind wir dann halbtot ins Bett gefallen, da wir nach dem vielen Laufen noch eine halbe Stunde in den Pool gehüpft sind.
Am nächsten beschlossen wir in den Tierpark zu gehen
Das ist doch was für kleine Mädchen...
Der Spass hat uns 12, 50 Peso und 4 Stunden gekostet. Ehrlich gesagt hab ich schon schönere Zoos gesehen, aber es war doch den Tag wert. Was gabs zu sehen? Von ganz gewöhnlichen Haustieren wie Kühen, Hasen und Ziegen über Meerestiere wie Seelöwen, Eisbären und Pinguine bis hin zu ganz exotischen Sachen wie Wallabys, Ameisenbären und Riesenschlangen.
Am Ende haben meine Gastschwester und ich uns noch eine Seelöwen-Show angeschaut, das war ganz niedlich gemacht, und es hat mir auch gefallen.
Nach den wie schon erwähnt 4 Stunden Laufen bei 39° C ohne Schatten in prallender Sonne haben wir uns entschlossen nach Hause zu laufen. Wir wollten einfach kein Geld mehr ausgeben. Unterwegs haben wir noch spontan ein Eis gegessen... bei McDonalds. Das schmeckt komplett anders als in Deutschland. Viel süsser, viel ekelhafter. Und überhaupt ist das Angebot ganz anders. Das nur soweit zu McDonalds. Irgendjemand wollte das mal wissen, da die ja angeblich in der ganzen Welt gleich schmecken. Dem ist nicht also nicht so.
Nachdem wir uns dann noch verlaufen haben, weil es mittlerweile auch schon stockdunkel war, haben wir doch noch die richtige Strasse gefunden und kamen voller Angstschweiss zu Hause an. Tante Ana war auch schon ganz nervös, aber es ist ja nichts passiert

Am Tag 3 sind wir dann ganz früh aufgestanden, so gegen 12.30
Dann gings zum Aufwachen erstmal in den Pool, vor dem Essen wurden wir von der Küchenmeisterin (Tante Ana) höchstpersönlich eingewiesen, wie man mit der Mikrowelle schnell und lecker kocht. Und immerhin kann ich jetz mit ihrer Mikrowelle umgehen, ob das mit der in Schwedt genauso klappt.. da bin ich mir noch nicht so sicher.
Nachmittags hab ich dann die teuersten Einkaufszentren in Buenos Aires kennen gelernt. Da gibt es einerseits die “Galería Pacifico”, das Shoppingcenter “Abasto” und zu guter letzt “Alto Palermo”.
Es gab zwischen den dreien nicht so viele Unterschiede, es war eins grösser und luxoriöser als das andere, es gab fast die gleichen Sachen zu kaufen und alles war einfach nur extrem teuer. Trotz allem hab ich mir ein neues Handtuch gekauft  hat nur 22, 90 gekostet, und das war das billigste, was ich jemals in ganz Argentinien gefunden habe. Und ausserdem ist es ziemlich gross, und kuschlig weich
Die Zeit verging mal wieder rasend schnell, und so sind wir dann auch bald wieder nach Haus gefahren.
Am Morgend des nächsten Tages sind wir nochmal schnell ins Zentrum, weil meine Gastschwester sich noch eine neue Jacke kaufen wollte. Um die zu suchen, haben wir uns für die Fussgängerzone Peatonal Florida entschieden. Peatonales sind Strassen in denen keine Autos langfahren. Dementsprechend gibt es umso mehr Menschen.
Was ich ganz beeindruckend fand, war, dass alle zehn Meter jemand Strassenkunst gezeigt hat. So gab es zB Tangotänzer, Bands, Maler, Breakdancer, Akrobaten.. etc.
Die Jacke haben wir dann auch relativ schnell gefunden, und dann mussten wir auch schon wieder unsere Taschen packen, denn abends sollte es für uns zurück nach San Luis gehen.
Diesmal hatten wir einen Bus mit Bett, und Vollpension! Das bedeutet warmes Abendbrot, Mitternachtssnack und Frühstück. Dazu Fernsehen, eine Bar, ein Bad und Klimaanlage. Das Bett war saubequem, ich hab die ganze Nacht durchgeschlafen, und bin auch frisch und munter ins San Luis angekommen.

Ach übrigens ich hab von Onkel Rudolfo ein Buch geschenkt bekommen: el lobo estepario (Der Steppenwolf) von Hermann Hesse. Mal gucken, wann ich das lese. Zurzeit lese ich ja immernoch Demian von Hermann Hesse. Das buch habe ich wiederum von meinem Gastvater geschenkt bekommen. Damit bin ich aber bald fertig, es hat mich einige Zeit an manchen Stellen gekostet zu verstehen, was Herr Hesse da gerade erzählt, aber ich glaube ich bin ganz gut voran gekommen.


Bevor wir nach Buenos Aires gefahren sind, war ich ein Wochenende mit meiner Gastfamilie in Mendoza. Ein Arbeitskollege des Bruders meines Gastvaters hat nämlich ein Haus, das er uns fürs Wochenende geliehen hat. Das gute an dem Haus ist, dass es einen Swimmingpool im Garten hat. Da waren wir dann den ganzen Tag drin, sonst hätte man die unerbitterliche Hitze nicht ausgehalten.
Der Bruder meines Gastvaters, und die Lebensgefährtin sind Fernsehreporter, und ich durfte mit ihnen an dem Wochenende mit auf Arbeit fahren. Wir sind also mit der kompletten Ausrüstung losgefahren, um Touristen zu suchen und ihnen ein paar Fragen zu stellen. Das war ganz lustig, auch wenn ich jetzt weiss, dass ich kein Reporter werden will

Danke fürs Ohr, eure Lisa :*
5.2.07 21:34


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Buenos Dias, queridos amigos!

Das Wetter, das macht hier was es will, auch wenn wir uns noch nicht im April befinden.
Gestern bei guten 39° C fast geschmolzen, und heute bei 19° C frier ich.
Ich glaub, ich hab mir schon eine ordentliche Erkältung eingefangen. Meine Stimme ist schon ziemlich rau, und ich hab auch den ganzen Tag Halsschmerzen. Hmm, naja, das bedeutet wohl: Tee trinken, und abwarten oder andersrum.
Eigentlich wollte ich heute noch ins Stadtzentrum gehen, aber es herrscht so ein kräftiger, eisiger Wind, da bleibe ich lieber zu Hause.
Hab ich eigentlich schon erzählt, dass ich hier schon extrem viele Filme gesehen habe?
Fast jede 2. Nacht wird eine neue DVD geguckt, und mittlerweile versteh ich auch die stotternden und nuschelnden Schauspieler sowohl auf Englisch, als auch auf Spanisch.
Ein ziemlich guter argentinischer Film heisst: Valentin.
Da gehts um einen kleinen Jungen (total knuddelig), der Valentin heisst, bei seiner alleinstehenden Oma aufwächst und unbedingt Astronaut werden will. Sein Vater ist Geschäftsführer einer grossen Firma, verdient haufenweise Geld und wechselt seine Freundinnen wie seine Unterhosen. Die Mutter wird nie gezeigt, nur erwähnt. Von ihr wird gesagt, dass sie Jüdin sei, und das wäre wohl einer der Trennungsgründe für den Vater gewesen. Die Oma redet sowieso ganz schlecht von der Mutter und so wirkt es auf den kleinen Valentin, als wären juden wirklich schlechtere, und vor allem bösere Menschen.
Eines Tages hat der Vater eine ganz tolle neue Freundin, und Valentin soll einen Nachmittag mit ihr verbringen. Dann trifft Valentin sie, und ist sofort von ihr begeistert. Sie ist Mitte 20, blond und hübsch.
Was Valentin allerdings nicht weiss, dass Leticia (ihr Name) Jüdin ist.
Sie verstehen sich ganz fantastisch, essen zusammen Pizza, gehen spazieren und unterhalten sich ganz angeregt. An einem Punkt erwähnt Valentin, dass sein Vater eine Antipathie gegenüber den Juden hat, aber natürlich ohne zu wissen, welcher Religion Leticia angehört.
Am nächsten Tag beschliesst er, Klavierstunden zu nehmen, um Leti zu beeindrucken. Sein Klavierlehrer, und gleichzetig Nachbar, ist allerdings so in Alkohol und Liebeskummer versunken, dass die beiden eher mehr filosofieren, als wirklich etwas zu lernen. So vergeht Woche um Woche, und Leti taucht nicht mehr auf.
Leider verstirbt auch noch Valentins Oma.
Bei wem wird Valentin also dann wohnen?
Was ist mit Leti passiert? Wird sie wieder auftauchen?
Wird sein Klavierlehrer doch noch die Liebe seines Lebens finden?
Und wird Valentin letztendlich doch noch seine Mutter kennen lernen?
All das müsst ihr schon selbst herausbekommen, hihi.
Ich kann schweigen wie ein Grab.
Der Film ist jedenfalls echt niedlich, wenn auch ziemlich traurig, aber ist mal ein Schauen wert.

Das ist jedenfalls meine heutige Filmempfehlung. Die nächste kommt bestimmt bald ^^
17.2.07 23:14


Problem

Guten Morgen, guten Tag oder was auch immer.

Kleine Zwischenmeldung.
Ich hab mir in den letzten Tagen die Mühe gemacht und einige Texte und Berichte geschrieben. Naja, alle hab ich dann schön auf ner Diskette gespeichert.
Und natürlich, der Scheiss-PC kann die jetzt nicht lesen.
Mal sehen, ob ich die wieder hergestellt bekomme.
18.2.07 20:21


Weehee :)

Lisa war heute beim Frisör und es sieht gar nicht so schlecht aus
Alles etwas kürzer, fransig und lustig, lustig tralalalaaa.
Nunja, heut ist ein schöner Tag^^
Die Sonne scheint wieder, Lisa und die Katze sind wieder gesund und bald fängt auch die Schule wieder an... ääh..
Nach 3 Monaten Ferien bin ich an das frühe Aufstehen gar nicht mehr gewöhnt.
Ich weiss übrigens jetzt, warum man 3 Monate Ferien hat. Es ist einfach so heiss, dass man gar nicht denken kann. Morgens halb 7 hatten wir teilweise schon 19°.

Heute ist der Geburtstag des Julius.
Alles Gute von mir, und meiner Gastfamilie wünsche ich dir!
Wir sehen uns bestimmt heut noch, wenn nicht, dann bald^^

Ich hab übrigens am Gauss mal nach Themen gefragt, die ich nachholen muss. Aber es beantwortet niemand meine Mail Falls jemand mal, die netten Lehrer erinnern möchte mir zurück zu schreiben, dann kann er das gerne tun.

Es fehlen nur noch 19 Tage bis zu meinem Geburtstag!
Ich würd mich ja über Nachrichten freuen *mit dem Zaunpfahl wink*
Oh mann, ich werd schon 17, aber ich bin noch jung und frisch und kann noch viele weitere Reisen in meinem Leben machen.

Nunja, vielleicht melde ich die Tage nochmal, ich hoffe, man merkt nicht, dass ich gerade total gelangweil bin^^

Lisa
19.2.07 23:16


Arbol --> Prejuicios

So, da habt ihr mal ein Lied, dass ich echt gut finde.
überhaupt ist die Band ziemlich gut.
Sie nennt sich Arbol.
Ihr könnts euch ja mal laden.

..................................................................................................

Yo no soy quien
Para hablar mal de nadie pero...

Osvaldo era un irrespetuoso,
un tremendo hijo de puta,
un ignorante, mentiroso,
un avaro y malcriado,
un jodido hincha pelotas
un estúpido, un tarado,
un sorete mal cagado,
drogadicto y maricón.

Osvaldo era un inoportuno
tan feo como la mierda,
medio gil, medio boludo,
inconstante e insolente,
un corrupto malicioso,
una bosta indecente,
un creído fastidioso,
un deficiente mental.

Osvaldo era un vago perezoso,
un injerto intolerable,
un abusador un flojo,
imperfecto en todos lados,
un ser tan desagradable,
insoportable, tacaño,
pasa a ser imperdonable,
altanero estafador.

Menos mal que no lo conocí.
Agradezco nunca haberlo visto,
ni haberme cruzado con él,
ni haber oído hablar de él,
ni de su forma de ser.

Yo sólo se que...
Osvaldo era un arrogante sucio,
un inmoral incurable,
indecoroso, indeseable,
para nada razonable,
un inexpresivo infame,
irresponsable, indignante,
indisciplinado, inepto,
indiscreto, incumplidor.
Y qué pasa si somos así
y capaz que no nos damos cuenta.
No permitas que hablen mal de mí.
Aunque todos diferentes sean
sangramos igual.
22.2.07 20:40


Weisheiten des Lebens

Episode 1
“Alles, was gut riecht, muss nicht unbedingt gut schmecken.”

Diese Erfahrung habe ich gestern beim Plätzchenbacken mit Julius gemacht.
Wir hatten uns vorgenommen, ganz in Ruhe gute deutsche Plätzchen zu backen.
Und was braucht man, um das zu tun?
Natürlich!
Erstmal muss man die Zutaten kaufen. Also, ab zu Wal-Mart!
Die Hälfte der benötigten Sachen haben wir nicht bekommen, aber das fanden wir nicht weiter schlimm.
Für den nächsten Tag verabredeten wir uns dann, um schon morgens mit dem Backen zu beginnen.

Ich musste sowieso schon um 7:30 Uhr aufstehen, da meine Gastgeschwister und ich um 9 Uhr beim Japanischunterricht sein sollten. Da wurden uns dann unsere Hefter zurück gegeben, und jeder hat seine Prüfung wieder bekommen! Gut, ich hab als einzige volle Punktzahl gehabt, hehe
Auf der letzten Seite des Hefters steht für jeden auch noch eine Nachricht, bei mir steht:
“Lisa, ich haben deinen Hefter kontrolliert, und er zeigt eindeutig deinen Willen, deine Ausdauer und dein Talent. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du weiterhin japanisch lernst, um später dieses wunderschöne Land Japan kennen zu lernen. Danke, dass ich dich kennen lernen durfte.”
Niedlich, ne?

Naja gut, danach bin ich dann ebe fix noch ein paar Gewürze einkaufen gegangen, und dann gings ab zu Julius. Da wurde ich dann auch bellend von den Hundsbestien empfangen, aber Julius’ Gastmama war so nett, und hat die in der Küche eingesperrt bevor ich das Grundstück betrete, damit die mich nicht beissen, wie sie es ja schon mal gemacht haben.
Nunja, als ich dann drin war, ist Julius’ Gastfamilie mit den Opis essen gefahren, und für uns haben sie 2 Schnitzel dagelassen. Bevor wir überhaupt Mittag essen konnten, mussten wir erstmal noch Musik hören, dann musste Julius noch dringend jemanden anrufen , ich danach auch.. und irgendwann waren wir fertig.

Also, ran ans Plätzchen backen.
Juli hat ja ein Buch bekommen, wo Rezepte drin stehen, kann dementsprechend kein Problem werden.
Rezept Nr. 1: Gewürzbällchen
Es lief alles ganz gut, bis wir zum ersten Problem kamen. Es gibt keinen Messbecher.
Nagut, dann muss also alles pi mal Daumen gemessen werden.
Bald kam auch Problem Nummer 2. Man braucht Lebkuchengewürz und reines Kakaopulver. Nunja, was machen wir? Ach, wird schon nicht so schlimm sein, wir benutzen einfach Nesquik als Kakaoersatz.
Und das Lebkuchengewürz haben wir einfach selbst gemischt. Und zwar so: Man nehme eine Handvoll Zimt, vermische sie mit Nelken, Kardamomm und Anis, und fertig ists. Naja, dachten wir.
Der Teig hatte keine wirkliche Ähnlichkeit mit der Abbildung im Buch, aber vielleicht ändert sich die Farbe während des Backens noch.
Der Teig musste dann erstmal 1 Stunde im Kühlschrank gelagert werden.

Auf zu Rezept 2 und 3:
Sterntaler und Wallnuss-Cappuchino-Plätzchen
Ein einfacher Mürbeteig.
Das kann ja nicht so schwer sein! Da wir aber immernoch keinen Messbecher hatten, musste wieder alles einfach so in den Topf geschmissen werden. Der Teig sah schon besser aus, und wir hatten wieder Hoffnung, dass es doch noch etwas werden könnte.
Auch die beiden Teige mussten gekühlt werden, bevor man mit ihnen arbeiten durfte.

Das 4. und letzte Rezept: Nusskuss
Der Teig war leicht zu machen..... WENN man alle Zutaten hat, die man braucht.
Gemahlene Haselnüsse gabs nicht, also mussten wir Ganze Haselnüsse mit Schale kaufen.
Also kamen wir zu Problem Nummer 5783 des Tages. Die Schale musste ab, und dann mussten wir die Haselnüsse raspeln. Das hab ich alles Julius überlassen.
Ach, ich hab ja ganz vergessen zu erzählen, dass sich Julius’ Gastbrüder zwischendurch bereit erklärt hatten, uns zu helfen. Der ältere der beiden heisst Matias, und der jüngere Hernán.
Matias durfte die Schokolade raspeln, und Hernán.. ich weiss gar nicht mehr, was er gemacht hat.
Nach Stunden war Julius dann mit den Haselnüssen fertig, und dann musste der Teig, den ich schon ganz professionell vorbereitet hatte, noch einmal mit alln Zutaten umgerührt werden, und fertig.
Die Schokoladen-Nuss-Masse wurde dann auch sofort aufs Blech transportiert, glatt gestrichen, und rein in Ofen damit.
So gabs erstmal eine kleine Ruhepause.

Nach ca. einer halben Stunde konnten wir Nummer 4 dann aus dem Backofen holen und zum Kühlen stellen.
Eine weitere halbe Stunde später konnten wir dann die Schokoglasur raufmachen, nachdem wir uns eine Weile gestritten hatten, welchen Topf man zum Schmelzen der Schokolade benutzen sollte.

Danach gings zurück zu Rezept 1, aus dem Teig mussten Kügelchen geformt werden.
Das war alles ganz in Ordnung, lief auch gut und wurde dann auch sofort in den Ofen geschoben.
Nach 10 Minuten fing es an, ganz lecker in der Küche zu riechen...
Und daher leitet sich auch die heutige Tagesweisheit ab: “Was gut riecht, muss nicht zwangsläufig gut schmecken!”
Die Plätzchen waren trocken, irgendwie mehlig und einfach nur nicht essbar.
Sie wurden dann den Hunden ganz feierlich zum Abendmahl gereicht, scheint ihnen geschmeckt zu haben. Immerhin hab ich es den beiden recht machen können.
Achja, bevor die Kekse zu Hundefutter wurden, haben wir versucht, ob man sie vielleicht mit Schokoladenglasur noch geniessbar machen kann, aber da war leider nichts mehr zu machen.

Da wir nun etwas niedergeschlagen und müde waren, wurde Rezept 3 schon nur noch halb aufmerksam hergestellt. Matias fing an mit dem Teig zu spielen, hat den mit Mehl versaut und naja, da wusst ich schon, dass die auch nichts werden, aber ich wollts nich sagen.
Auf die rohe Masse musste man vorher noch eine Cappucchino-Wallnussmasse machen, damit die Plätzchen schöner, kreativer, leckerer sind. Nunja, das ging irgendwie in die Hose, auch wenns ganz gut geschmeckt hat.

Wie gesagt, das war unser Plätzchenbackerlebnis bei 36° C Aussentemperatur.
Verpassen sie nicht Folge 2.
Nächste Woche, oder übernächste Woche.

PS: Ich war das einzige weibliche Wesen in der Küche, war also total unter der Dominanz männlichen Unwissens.
Und genau deswegen sind die Kekse auch nichts geworden, Julius’ Gastbrüder haben einfach keine Ahnung.
So, damit hätte ich die Schuld auch schon mal auf die beiden geschoben

Nächsten Samstag kann ich übrigens meine Schuluniform abholen.
Dann hab ich die wenigstens komplett.

Es fehlen nur noch 13 Tage bis zu meinem Geburtstag
25.2.07 23:37





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