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ein wiedersehen mit alten freunden :)

am samstag, dem 18. juli war es endlich soweit... ich steige in berlin ins flugzeug, zielort: frankfurt. nach knapp einer stunde flug warteten 30 min fussweg auf mich, um von gate A 36 zu B 22 zu kommen. trotz der wunderbaren laufbaender im flughafengebaeude dauerte es eeeeewig.
von FF ging es dann weiter nach buenos aires, das bedeutet:
- knappe 14 stunden flug.
- eingeengt in menschenmassen
- schweissgeruch
- klimaanlage im nordpol-modus
- sitzplatznachbarn: spanier..
die spanier haben einen schrecklichen dialekt

dann war der grosse moment gekommen: landung in buenos aires, ortszeit: 19:05.
ich konnte nach zwei unendlich lang scheinenden jahren meine fuesse auf argentinischen boden setzen.
es war ein komisches gefuehl, wieder genau die gleiche passkontrolle, zollkontrolle und gepaeckkontrolle zu durchlaufen.als waere es ein traum, ein deja-vu. der einzige unterschied war, dass ich diesmal auf mich allein gestellt war.
aber es klappte alles reibungslos, und so fehlten mir nur noch 9 stunden busfahrt (es gibt hier keine zuege) bis san luis.
Punkt 22 Uhr gings los, und 6 Uhr (Zeitzone San Luis) kam ich endlich an. (Nebenbei: Die Zeitverschiebung Dtl. - Arg. sind 5 Stunden...ABER: san luis is die ausnahme, von hier aus sinds 6 stunden. meiner meinung nach eine idee der regierung, um den leuten mehr geld fuer heizkosten, strom, licht und warmwasser aus der tasche zu ziehen.)
jedenfalls kam ich 6 uhr morgens an, und deisy (meine damals beste freundin in ARG) wartete schon auf mich
nach vielen traenen und geschaetzten 10 min umarmung setzen wir uns in ihr auto, fuhren zu ihr nach hause... um zu schlafen natuerlich haben wir noch ne ganze weile gequatscht, aber irgendwann sind mir vor muedigkeit die augen zugefallen
lange schlafen konnte ich aber auch nicht, weil ich so aufgeregt und nervoes war.. es wusste ja fast niemand, dass ich wieder da bin nachmittags sind wir (deisy und ich) dann auch zu meiner ehemaligen schuldirektorin gefahren, um sie zu ueberraschen. und was das fuer eine ueberraschung war: sie hat mich gesehen, is 10 sek erstarrt, hat dann angefangen zu weinen und mich umarmt und fast zerquetscht das haette ich nie im leben erwartet, dass man sich so ueber mein wiedersehen freut.. umso schoener war das gefuehl in dem moment
so ging es dann noch ein paar tage weiter, einige waren emotionaler als andere. aber insgesamt haben sich alle gefreut
seit meiner ankunft waren wir jeden abend entweder in einer bar, oder in einem club oder bei einer privatparty. und ich hab ein neues lieblingsgetraenk: Frizze Evolution.
eine art wein, keine ahnung, kann ich nich beschreiben. is aber irre lecker und verhaeltnismaessig guenstig im gegensatz zu allen andern alkoholischen getraenken.
dank der bloeden inflation haben die die preise hier ordentlich angezogen..

hier is es jetz 16:40 uhr und ich bin die einzige, die hier im haus wach is. wir waren gestern im kino, danach noch in einer bar, um den tag gut ausklingen zu lassen. gegen 6 uhr sind wir dann ins bett.. und seit 14:30 bin ich wach... und alle andern schlafen noch tief und fest
nebenbei guck ich fussball: bayern gegen milan, is jetz aber auch zu ende. mal sehen, was ich jetz noch mache, bis endlich mal jemand aufsteht...


soo, das war erstmal nur ein kleiner abriss von dem, was ich bis jetz alles so gemacht hab.. die naechsten tage fahre ich mit deisy und noch 4 andern freundinnen zelten.
mal sehen, ob wir erfrieren.. im schnee stecken bleiben oder von wilden tieren gefressen werden... :D

ich wuensch euch noch viel spass in deutschland. in knapp drei wochen sehen wir uns wieder
bis bald
29.7.09 22:50


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es gibt neuigkeiten :)

waaaahnsinn, aus den tiefsten ecken des internets habe ich wieder meinen uralten argentinien-blog ausgekramt uns siehe da, er sieht noch genau so aus wie damals !

und es gibt neues zu verkünden: ich werde nach zwei jahren alltagstrott in schwedt wieder nach argentinien fahren! jippie!
es wird auch, ehrlich gesagt, mal wieder zeit!
trotz schweinegrippe werde ich es wagen, für vier wochen meine freunde, "familie" und schule zu besuchen.

am samstag gehts los :D
mal sehen ob ich zwischendurch die zeit finden werde, hier ein bisschen was zu schreiben und euch auf dem laufenden zu halten.
ich geb mein bestes.. aber ich garantiere für nichts, denn die nächsten wochen werde ich MAXIMAL auskosten

für heute solls das erstmal gewesen sein.
ich sag nur so viel: allein die anreise wird ein abenteuer.
ich habe noch keine argentinischen pesos, ich weiß noch nicht wie ich vom flughafen in buenos aires zum busbahnhof komme, und ich habe noch kein busticket von bs as nach san luis.
sollte ich irgendwo festsitzen, kann ich mir ja ein internetcafe suchen, und euch davon erzählen.. die cafes sind da ja an jeder ecke

ich freu mich trotzdem schon mega auf den urlaub

vermisst mich nich zu sehr, hab euch lieb :*
15.7.09 23:00


Tut mir leid :(

Leute, tut mir echt leid, dass ich schon lang nichts mehr posten konnte, aber ich hatte meist entweder viel um die Ohren oder einfach keine Lust zum Schreiben..
Am Montag bin ich eh wieder in Schwedt; da kann ich euch dann alles ganz genau erzählen und ihr müsst eure Augen nicht so anstrengen
Dennoch werd ich alle Artikel, die angefangen, aber noch nicht fertig und schon gar nicht veröffentlicht sind, vervollständigen und ins i-net setzen, damit das Ganze einfach ne runde Sache ergibt, ne..

So schnell geht ein jahr vorbei, es ist voll traurig und vor allem schmerzhaft für die ganzen Leute hier mich einfach so gehen zu lassen, aber was soll man machen??
Mir wurde schon vorgeschlagen, dass ich illegal hier bleibe oder dass mein Reisepass zufällig verloren geht, und ohne den, komm ich hier ja erstmal ne zeitlang nicht weg..

Klein Lisa kommt langsam in Aufbruchstimmung, auch wenn ich gar keine, aber wirklich gar keine Lust auf Reisen habe.. ich krieg schon schlechte Laune, wenn ich nur dran denke..
ich will ankommen, und nicht über 5 verschiedene Flughäfen tingeln, und warten und einchecken.. wie nervig, ich will nur ankommen, mehr nicht.
5.7.07 21:56


Der Wechsel

Es ist eine Geschichte von Glück, Trauer, Freude, Depression und wiedergefundener Fröhlichkeit: Mein Gastfamilienwechsel.

Es kommt ein Problem auf, es wird verschwiegen.
Es kommt ein weiteres auf, und wieder wird nicht darüber geredet.
Man fängt an mit Gesten seiner Wut, seinen Gefühlen und seinem Unverständnis freien Lauf zu lassen...
...oder man redet einfach gar nicht mehr miteinander.
Genauso gings mir mit meiner Gastfamilie.
Nach mehreren Auseinandersetzungen wurde ich einfach nur noch ignoriert und niemand sprach mehr mit mir. Der einzige, der noch ein paar Worte mit mir wechseln wollte, was Tomas, einer der kleinen Brüder, die ich hatte. Alle anderen blieben stumm, und schauten mich nur noch schräg von der Seite an.
Viel schlimmer wurde es allerdings, als sie ihre Sprache wieder gefunden hatten, und mir ständig Vorwürfe machten. Immer, aber wirklich immer war ich an allem Schuld.
Die Telefonrechnung war ziemlich hoch.. 3 Mal dürft ihr raten, wer Schuld war!?
Natürlich: Lisa., auch wenn sie das Telefon nur selten benutzt, aber das spielt ja erstmal keine Rolle.
Der Hund kotzt, und wer hat ihm das falsche Essen gegeben?
Lisa! Wer mich kennt, weiss, dass ich mich keinem Hund freiwillig annähere, also, warum sollte ich ihn dann füttern??
Das sind alles Kleinigkeiten, aber es ging immer weiter bis zu einem Moment, wo das Fass einfach zum überlaufen kam..
Ich komm von der Schule nach Hause, betrete unser Zimmer (von mir und Maria) und es stinkt bestialisch. Ich weiss nicht, wer da ne Bombe hat hochgehen lassen. Naja, so wie ich bin, stell ich erstmal ganz trocken fest: „Hier stinkts!“
-Meine Gastschwester: „Das liegt daran, dass DU nie das Fenster aufmachst!“
-Lisa:“Ich komm grad aus der Schule, wie soll ich denn da vorher das fenster aufmachen.“
-Gastschwester: „Das ist mir doch egal. Du bist dafür verantwortlich.“
-Lisa: „Seit wann muss für ein Fenster Verantwortung übernommen werden??!“
-Gastschwester: „Das war schon immer so. Oh mann, du bist so blöd. Es ist echt immer das gleiche mit dir.“
-Lisa: „Ich hab keine Ahnung, wovon du redest.“
-Gastschwester:“Vielleicht solltest du mal Spanisch lernen.“
-Lisa: „Das hat damit doch gar nichts zu tun, ich versteh dich fantastisch. Ich hab nur keine Ahnung, was du mir vorwerfen willst.“
-Gastschwester: „Ach, ich hab keine Lust mehr mit dir zu diskutieren, das macht keinen Sinn.“
-Lisa: „ Du hast Recht. Es ist absolut sinnlos.“
-Gastschwester: „ Weisst du was, das beste wäre, wenn du gehst. Ich will dich nicht mehr sehen. „
-Lisa: „ Wie bitte?? Sag das nochmal. Warum das denn?“
-Gastschwester: „Machs einfach.“

So war das. Gott sei dank, war der nächste Tag ein Samstag, ich wüsste nicht, wie ichs in der Schule ausgehalten hätte. Ich hab die ganze Nacht geweint, und wurde dann auch wieder ganz sanft von meiner Gastschwester darauf hingewiesen: „Kannst du mal aufhören rumzuheulen? Du bist mittlerweile 17 jahre alt.“
Das hat mich in dem Moment so aufgeregt, dass ich die zur Sau gemacht hab. Meine Güte, ich bin sonst nie aus der Rolle gefallen, aber was zu viel ist, ist zu viel.
Ich glaube, ich hab den Rest der Familie aufgeweckt, aber nichts war mir in dem Moment gleichgültiger.

In der Nacht hab ich jedenfalls viel nachgedacht, und mir stark die Worte meiner Gastschwester zu Herzen genommen. Die negativen Gefühle überwogen schlicht und einfach die positiven, auch wenn ich mit denen viele schöne Erfahrungen gemacht hab, und viel Zeit mit ihnen verbracht hab.... irgendwann stosse auch ich an meine Grenzen.
So kam ich zum Entschluss die Familie zu wechseln.
Wenn ich ehrlich bin, hab ich schon vorher drüber nachgedacht, woanders hinzuziehen, aber es war mir nie wirklich ernst.
Aber diesmal war ich mir 100%ig sicher.

Am nächsten Morgen hab ich dann erstmal Julius angerufen und gefragt, was er vor der Situation hält.Naja, und während ich ihm von meinen Gefühlen erzählte, überwältigte mich die Nervosität und ich hüpfte von Trauer über Witz und Freude bis hin zum absoluten Tränenausbruch.
Wir beschlossen dann, uns am gleichen Nachmittag noch zu treffen, um alles nochmal in Ruhe zu besprechen.
Vor dem Mittag bin ich noch ins Internetcafé gelaufen, um mir von meiner Austauschorganisation professionelle Hilfe zu holen.
Ich kann ja nicht einfach so wechseln. Ich hab denen per Mail also meine Lage geschildert, und gesagt, wie ich mich fühle, etc.
Darauf bekam ich die Antwort, dass sie mich verstehen, und fragten, ob ich denn schon eine Idee hätte, wo ich unterkommen könnte.
Mir war es total wichtig in San Luis bei meinen Freunden zu bleiben, ich wollte die nicht einfach so zurück lassen. Die sind mir mittlerweile so wichtig geworden, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie das ab Juli sein wird. Die Herzlichkeit, die Liebe, das Lachen und ja selbst den Körperkontakt zu meinen Mitschülern werd ich vermissen.
Jedenfalls wollte ich unbedingt hier bleiben, wusste aber noch nicht wo ich unterkommen konnte.

In der Zeit gings mir absolut nicht gut, das Warten auf eine neue Bleibe hat mir ziemlich zu schaffen gemacht. Ich konnte nachts nicht schlafen, hab oft geweint und fast die ganze Zeit im Bett verbracht, wenn ich nicht grad in der Schule war.
Da hat man mir anscheinend angemerkt, dass es mir schlecht ging.
Es ging soweit, dass ich von Barbara (Tochter der Direktorin / hat in der Schule die Verantwortung für die Oberstufe, somit auch für mich.. ) aus dem Unterricht genommen wurde, um mit ihr zu reden. Ich bin so glücklich, dass ich auf genau dieser Schule gelandet bin. Die sind eine grosse Familie, und jeder einzelne wird wahrgenommen und respektiert.
Die Gespräche mit Barbara haben immer irgenwas befreiendes, als würde ich eine riesige Last von mir werfen.
Sie hatte dann auch die Idee, eine meiner Klassenkameradinnen zu fragen, ob ich nicht bei denen wohnen kann. So haben wir zusammen überlegt, und festgestellt, dass Manuela die beste Wahl wäre. Sie hat mich letztes jahr im Oktober schon mal gefragt, ob ich nicht bei ihr wohnen möchte. Damals war aber mit der Familie noch alles in Ordnung, darum wollt ich nicht wechseln.
Jedenfalls hab ich dann Manu gefragt, und sie war sofort von der Idee begeistert, hat dann mit ihren Eltern geredet und es sie wollten, dass ich sofort bei denen einziehe.
Das war der erste Lichtblick nach all den Scheisstagen, mir gings echt sooo dreckig.
Ich war so froh, eine neue Familie gefunden zu haben, dass ich sofort meiner Austauschorganisation Bescheid gesagt hab, und anfing meine Koffer zu packen.
Das hat natürlich meine ehemalige Gastmutter gesehen, und fragte mich, was denn mit mir los wäre. Da hab ich geantwortet, dass ich eine neue Familie hab, und dass die mich noch am gleichen Abend abholen.
Das hat sie irgendwie nicht verstanden, bis sie gemerkt hat, dass ich das ernst meine, und lustig fand sie das gar nicht.
- „Du willst das wirklich machen?“
-Ich: „Ja, ich bin mir sicher. Hier hält mich nichts mehr.“
-Sie:“Ich hätte ja nie gedacht, dass du das ernst meinst..“
[ Ich hatte ihr vor dem Gespräch schon 2mal gesagt, dass ich vorhabe die Gastfamilie zu wechseln, dass es aber allerdings eine Frage der Zeit sein wird, bis ich eine neue Familie finde. Da zeigt sich doch wieder, dass ich da nie ernst genommen werde. Das hat mich in dem Moment so aufgeregt, aber ich bin ruhig geblieben und hab nichts mehr gesagt. ]
Mit dem was dann passierte, hätte ich nie im Leben gerechnet.
Meine Gastfamilie war schon immer so, das sie zuerst untereinander geredet hat, und mir danach erst die „Entscheidung“ mitteilten.
So wars auch dieses Mal, mein Gastmutter rief sofort meinen Gastvater an, um ihm zu sagen, dass ich „auf der Flucht“ bin. Da kam der natürlich erstmal vorbei, um mit mir die ganze Sache zu besprechen. Er fing erstmal wieder an, mir 500 verschiedene Dinge vorzuwerfen, und er meinte auch, dass er es eine absolute Respektlosigkeit und Frechheit fände, dass ich nicht mal vorher, was gesagt, wenn mich was störte.
Das Ding ist nur, dass ich schon 2 mal gesagt habe, dass ich gehen möchte, und warum ich gehen möchte, aber mir hört ja hier niemand zu.
Ich war zu der Zeit, und bins immer noch, ziemlich sensibel, und fing an zu weinen. Naja, da bringt das Gespräch dann auch keinen Sinn mehr.
Das Ganze endete dann so, dass sie die Austauschorg. Anriefen, und ihnen erzählten, dass ich noch am selben Tag die Familie wechseln will, und schon die Taschen gepackt habe. Daraufhin wurde ich sofort von denen angerufen und zur Schnecke gemacht.
Was mir denn einfallen würde, einfach so wechseln zu wollen, und das geht doch nicht, und die müssen doch erst die neue Familie kennen lernen, und davor muss doch erstmal die Sotuation geklärt werden, vielleicht kann man da ja noch was retten.
Was sollte da noch zu retten sein? Für mich ganbs da nichts mehr.
Deshalb hab ich alles wahrscheinlich total überstürzt..
Jedenfalls musste ich dann noch 2 Tage warten bis eine Mitarbeiterin der Org. aus Cordoba nach San Luis (ungefähr Entfernung München – Berlin) kam, um mit allen Beteiligten zu reden, aber am Ende des Tages durfte ich letztendlich doch den Schritt in das neue Haus, ins neue Leben wagen.
Es ist unbeschreiblich, welch grosse Last von mir gefallen ist. Was ich immer noch nicht verstehe, warum man mich so leiden lassen mussten. Ich mein, wo mit hab ich das verdient? Ich weiss, dass es nicht leicht ist mit mir zu leben bzw. Unter dem gleichen Dach zu wohnen, aber ich bin immer respektvoll gewesen, hab im Haushalt geholfen und mich an alle Regeln gehalten. Als Dank durfte ich das Haus nach 20 Uhr nicht mehr verlassen, musste ich nach der Schule sofort nach Hause kommen, durfte mich tagsüber von 14-17 Uhr nicht bewegen bzw. keine Geräusche machen, ich durfte Brot nur mit Erlaubnis essen (wenn ich nicht vorher gefragt habe, dann hat mich mein ältester Gastbruder verpetzt, von dem wurde ich im Haus immer auf Schritt und Tritt verfolgt.)
Es gab so viele lächerliche Regeln, aber ich hab mich immer an alle gehalten.
Wo ich grad bei meinem Gastbruder stehen geblieben bin, kann ich ja gleich noch ein paar Geschichten von ihm erzählen.
Das Verhältnis zu ihm war von Anfang an Scheisse, schlicht und einfach gesagt Scheisse.
Gleich am ersten Tag gings damit los, dass er mich nicht begrüssen wollte. Ja gut, die hatten eine lange Reise hinter sich, konnte ich auch irgendwie verstehen.
Nach einem Monat merkte ich, dass er im Auto nie neben mir sitzen wollte. Ich, meine Schwester und er sassen immer auf der Rückbank, und die beiden kleinsten mussten in den Kofferraum. Jedenfalls, war es so: Wenn ich zuerst eingestiegen bin, dann hat er gewartet bis seine Schwester einsteigt, damit die sich in die Mitte setzt.
Wenn sie zuerst eingestiegen ist, dann rannte er sofort auf die andere Seite des Autos, um bloss nicht das Risiko einzugehen, sich neben mich zu setzen.
Wenn er sich zuerst reinsetzte, und ich mich in die Mitte setzen wollte, dann tat er so als hätte er was vergessen, und rannte nochmal ins Haus zurück, und danach musste ich dann halt automatisch ans Fenster rutschen, und meine Gastschwester sass somit wieder automatisch in der Mitte.
Ich weiss auch nicht, welche Probleme der hatte. Der redet die ganze Zeit mit sich selber, gut, damit hb ich mittlerweile auch angefangen, aber nicht so heftig. Er erzählt sich ja richtige Geschichten, und er unterhält sich auch mit dem Fernseh und mit dem PC.
Letztens, vor ca. 2 Wochen kam er mir entgegen, ich hab ihn natürlioch sofort von weitem erkannt. Jemand der tanzend, und erzählend durch die Strassen läuft, das kann nur er sein. Das lustige ist aber, was dann passiert.
Ich hab erstmal zur Seite geschaut, so getan als ob ich ihn nicht sehen würde.
Was macht er, genau in dem Moment?
Er wechselt die Strassenseite, um da 5 Meter zu laufen und zu warten bis ich vorbei gelaufen bin, und um danach wieder auf die vorherige Strassenseite zurückzuwechseln.
Sachen gibts, die gibts gar nicht...


Das Ganze mit dem Wechsel, etc. passierte vor ungefähr 3 Wochen. Der Woche meines Geburtstages.
Doch dank wunderbarer Freunde, die ich hier gefunden habe, habe ich die Zeit schnell überstanden, mein Lachen und meine Lebensfreude wiedergefunden, und meinen Geburtstag ganz fantastisch feiern können.
Weil meine ehemalige Gastfamilie mir nachts nicht die Tür aufmachen würde, hab ich bei einer Freundin geschlafen.
Die ganze Geschichte klingt total übertrieben, aber es ging mir noch nie in meinem Leben so Scheisse, umso besser, wenn man Menschen um sich hat, die einem das Ego stärken.
Beim nächsten Mal erzähl ich euch ein bisschen was, über meine neue Gastfamilie.

PS: Für Dagge --> es heisst te quierO. Mit O wie Oma.
14.4.07 05:26


Herrlichen Guten Tag!!

Wie gehts euch?
ich habs geschafft, die Trauer der letzten Wochen zu überwinden, und hab wahrscheinlich die wichtigste Entscheidung meines Austauschjahres getroffen:

Ich hab die Gastfamilie gewechselt.

Da ich jetz nicht so viel Zeit hab, werd ich in den nächsten Tag mal mehr dazu berichten!

Liebe Grüsse, Lisa
21.3.07 21:47


Weisheiten des Lebens

Episode 1
“Alles, was gut riecht, muss nicht unbedingt gut schmecken.”

Diese Erfahrung habe ich gestern beim Plätzchenbacken mit Julius gemacht.
Wir hatten uns vorgenommen, ganz in Ruhe gute deutsche Plätzchen zu backen.
Und was braucht man, um das zu tun?
Natürlich!
Erstmal muss man die Zutaten kaufen. Also, ab zu Wal-Mart!
Die Hälfte der benötigten Sachen haben wir nicht bekommen, aber das fanden wir nicht weiter schlimm.
Für den nächsten Tag verabredeten wir uns dann, um schon morgens mit dem Backen zu beginnen.

Ich musste sowieso schon um 7:30 Uhr aufstehen, da meine Gastgeschwister und ich um 9 Uhr beim Japanischunterricht sein sollten. Da wurden uns dann unsere Hefter zurück gegeben, und jeder hat seine Prüfung wieder bekommen! Gut, ich hab als einzige volle Punktzahl gehabt, hehe
Auf der letzten Seite des Hefters steht für jeden auch noch eine Nachricht, bei mir steht:
“Lisa, ich haben deinen Hefter kontrolliert, und er zeigt eindeutig deinen Willen, deine Ausdauer und dein Talent. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass du weiterhin japanisch lernst, um später dieses wunderschöne Land Japan kennen zu lernen. Danke, dass ich dich kennen lernen durfte.”
Niedlich, ne?

Naja gut, danach bin ich dann ebe fix noch ein paar Gewürze einkaufen gegangen, und dann gings ab zu Julius. Da wurde ich dann auch bellend von den Hundsbestien empfangen, aber Julius’ Gastmama war so nett, und hat die in der Küche eingesperrt bevor ich das Grundstück betrete, damit die mich nicht beissen, wie sie es ja schon mal gemacht haben.
Nunja, als ich dann drin war, ist Julius’ Gastfamilie mit den Opis essen gefahren, und für uns haben sie 2 Schnitzel dagelassen. Bevor wir überhaupt Mittag essen konnten, mussten wir erstmal noch Musik hören, dann musste Julius noch dringend jemanden anrufen , ich danach auch.. und irgendwann waren wir fertig.

Also, ran ans Plätzchen backen.
Juli hat ja ein Buch bekommen, wo Rezepte drin stehen, kann dementsprechend kein Problem werden.
Rezept Nr. 1: Gewürzbällchen
Es lief alles ganz gut, bis wir zum ersten Problem kamen. Es gibt keinen Messbecher.
Nagut, dann muss also alles pi mal Daumen gemessen werden.
Bald kam auch Problem Nummer 2. Man braucht Lebkuchengewürz und reines Kakaopulver. Nunja, was machen wir? Ach, wird schon nicht so schlimm sein, wir benutzen einfach Nesquik als Kakaoersatz.
Und das Lebkuchengewürz haben wir einfach selbst gemischt. Und zwar so: Man nehme eine Handvoll Zimt, vermische sie mit Nelken, Kardamomm und Anis, und fertig ists. Naja, dachten wir.
Der Teig hatte keine wirkliche Ähnlichkeit mit der Abbildung im Buch, aber vielleicht ändert sich die Farbe während des Backens noch.
Der Teig musste dann erstmal 1 Stunde im Kühlschrank gelagert werden.

Auf zu Rezept 2 und 3:
Sterntaler und Wallnuss-Cappuchino-Plätzchen
Ein einfacher Mürbeteig.
Das kann ja nicht so schwer sein! Da wir aber immernoch keinen Messbecher hatten, musste wieder alles einfach so in den Topf geschmissen werden. Der Teig sah schon besser aus, und wir hatten wieder Hoffnung, dass es doch noch etwas werden könnte.
Auch die beiden Teige mussten gekühlt werden, bevor man mit ihnen arbeiten durfte.

Das 4. und letzte Rezept: Nusskuss
Der Teig war leicht zu machen..... WENN man alle Zutaten hat, die man braucht.
Gemahlene Haselnüsse gabs nicht, also mussten wir Ganze Haselnüsse mit Schale kaufen.
Also kamen wir zu Problem Nummer 5783 des Tages. Die Schale musste ab, und dann mussten wir die Haselnüsse raspeln. Das hab ich alles Julius überlassen.
Ach, ich hab ja ganz vergessen zu erzählen, dass sich Julius’ Gastbrüder zwischendurch bereit erklärt hatten, uns zu helfen. Der ältere der beiden heisst Matias, und der jüngere Hernán.
Matias durfte die Schokolade raspeln, und Hernán.. ich weiss gar nicht mehr, was er gemacht hat.
Nach Stunden war Julius dann mit den Haselnüssen fertig, und dann musste der Teig, den ich schon ganz professionell vorbereitet hatte, noch einmal mit alln Zutaten umgerührt werden, und fertig.
Die Schokoladen-Nuss-Masse wurde dann auch sofort aufs Blech transportiert, glatt gestrichen, und rein in Ofen damit.
So gabs erstmal eine kleine Ruhepause.

Nach ca. einer halben Stunde konnten wir Nummer 4 dann aus dem Backofen holen und zum Kühlen stellen.
Eine weitere halbe Stunde später konnten wir dann die Schokoglasur raufmachen, nachdem wir uns eine Weile gestritten hatten, welchen Topf man zum Schmelzen der Schokolade benutzen sollte.

Danach gings zurück zu Rezept 1, aus dem Teig mussten Kügelchen geformt werden.
Das war alles ganz in Ordnung, lief auch gut und wurde dann auch sofort in den Ofen geschoben.
Nach 10 Minuten fing es an, ganz lecker in der Küche zu riechen...
Und daher leitet sich auch die heutige Tagesweisheit ab: “Was gut riecht, muss nicht zwangsläufig gut schmecken!”
Die Plätzchen waren trocken, irgendwie mehlig und einfach nur nicht essbar.
Sie wurden dann den Hunden ganz feierlich zum Abendmahl gereicht, scheint ihnen geschmeckt zu haben. Immerhin hab ich es den beiden recht machen können.
Achja, bevor die Kekse zu Hundefutter wurden, haben wir versucht, ob man sie vielleicht mit Schokoladenglasur noch geniessbar machen kann, aber da war leider nichts mehr zu machen.

Da wir nun etwas niedergeschlagen und müde waren, wurde Rezept 3 schon nur noch halb aufmerksam hergestellt. Matias fing an mit dem Teig zu spielen, hat den mit Mehl versaut und naja, da wusst ich schon, dass die auch nichts werden, aber ich wollts nich sagen.
Auf die rohe Masse musste man vorher noch eine Cappucchino-Wallnussmasse machen, damit die Plätzchen schöner, kreativer, leckerer sind. Nunja, das ging irgendwie in die Hose, auch wenns ganz gut geschmeckt hat.

Wie gesagt, das war unser Plätzchenbackerlebnis bei 36° C Aussentemperatur.
Verpassen sie nicht Folge 2.
Nächste Woche, oder übernächste Woche.

PS: Ich war das einzige weibliche Wesen in der Küche, war also total unter der Dominanz männlichen Unwissens.
Und genau deswegen sind die Kekse auch nichts geworden, Julius’ Gastbrüder haben einfach keine Ahnung.
So, damit hätte ich die Schuld auch schon mal auf die beiden geschoben

Nächsten Samstag kann ich übrigens meine Schuluniform abholen.
Dann hab ich die wenigstens komplett.

Es fehlen nur noch 13 Tage bis zu meinem Geburtstag
25.2.07 23:37


Arbol --> Prejuicios

So, da habt ihr mal ein Lied, dass ich echt gut finde.
überhaupt ist die Band ziemlich gut.
Sie nennt sich Arbol.
Ihr könnts euch ja mal laden.

..................................................................................................

Yo no soy quien
Para hablar mal de nadie pero...

Osvaldo era un irrespetuoso,
un tremendo hijo de puta,
un ignorante, mentiroso,
un avaro y malcriado,
un jodido hincha pelotas
un estúpido, un tarado,
un sorete mal cagado,
drogadicto y maricón.

Osvaldo era un inoportuno
tan feo como la mierda,
medio gil, medio boludo,
inconstante e insolente,
un corrupto malicioso,
una bosta indecente,
un creído fastidioso,
un deficiente mental.

Osvaldo era un vago perezoso,
un injerto intolerable,
un abusador un flojo,
imperfecto en todos lados,
un ser tan desagradable,
insoportable, tacaño,
pasa a ser imperdonable,
altanero estafador.

Menos mal que no lo conocí.
Agradezco nunca haberlo visto,
ni haberme cruzado con él,
ni haber oído hablar de él,
ni de su forma de ser.

Yo sólo se que...
Osvaldo era un arrogante sucio,
un inmoral incurable,
indecoroso, indeseable,
para nada razonable,
un inexpresivo infame,
irresponsable, indignante,
indisciplinado, inepto,
indiscreto, incumplidor.
Y qué pasa si somos así
y capaz que no nos damos cuenta.
No permitas que hablen mal de mí.
Aunque todos diferentes sean
sangramos igual.
22.2.07 20:40


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